Herzlich willkommen!

    Seit Kurzem stehen auf der Internetseite des Instituts für Mainzer Kirchengeschichte (IMKG) die Biographien aller Mainzer Erzbischöfe und Bischöfe von 1183 bis in die Gegenwart zur Verfügung.

    (Foto: Bernd Schermuly)

     

     

     

    Die vollständige Pressemeldung des Mainzer Instituts für Kirchengeschichte des Bistums Mainz sowie die Mainzer (Erz-)Bischöfe sind unter folgenden Links einzusehen:

    Zur Pressemeldung

    Zu den Mainzer (Erz-)Bischöfen

    Das EU-Projekt „Research Infrastructure on Religious Studies“ (ReIReS) ist ein Zusammenschluss von 12 europäischen Forschungsinstitutionen, darunter die JGU Mainz, die eine innovative Infrastruktur für Religionsforschung innerhalb Europas entwickeln. Es bietet mit „ReIReSearch“ eine neue Forschungsdatenbank für historische Religionsforschung, die Sammlungen verschiedener europäischer Institutionen vereint und damit einen Zugang für Forschungen zu Judentum, Christentum und Islam sowie antiken und außereuropäischen Religionen eröffnet. Mit der Klerus-Datenbank des Instituts für Mainzer Kirchengeschichte werden nun erstmals auch prosopographische Daten zur Verfügung gestellt.

     

    Klicken Sie auf das Bild, um am Beispiel von Clemens Kandusch einen Datenbankeintrag zu sehen.

    Datenbank der Mainzer Kleriker

    Die Klerus-Datenbank wurde am Institut für Mainzer Kirchengeschichte über viele Jahre hinweg erarbeitet und war bisher nur vor Ort benutzbar. Sie enthält die biographischen Grunddaten von etwa 7500 römisch-katholischen Klerikern der Diözese Mainz, deren Weihe zwischen 1611 und 1806 lag. Dazu gehören Geburts- und Sterbedatum mit Ortsangaben, Weihen, Ämter oder besondere Leistungen, die Zugehörigkeit zu Orden oder Instituten sowie die Quellen, woher diese Informationen stammen. Auch weitere Besonderheiten aus ihrem Leben wurden vermerkt, zum Beispiel Krankheiten wie „lungenkrank“, Todesursachen, Patenschaften etc., oder ob ein Portrait des Klerikers existiert. Schlaglichtartige Einblicke in das Leben der Priester und Ordensleute bieten Vermerke wie „floh vor den Schweden“ oder „weigere sich, die lästige Stelle anzutreten“.

     

    Herausforderungen in der Religionsforschung

    Die historische Religionsforschung untersucht Ereignisse, die über verschiedene Epochen, Kontexte und Kulturen hinweg stattgefunden haben. Dies erfordert eine Vielzahl von Quellen, Datentypen und Forschungsmethoden, die in verschiedenen Sprachen und Schriftsystemen über die Welt verteilt und teils schwierig aufzufinden sind. Die Vielfalt der Katalogsysteme in den Bibliotheken und Archiven erschwert den Zugang.

    ReIReSearch veröffentlicht Materialien, die wie die Klerus-Datenbank oft nur in lokalen Netzwerken oder an speziellen Standorten gehostet werden, und soll in der Zukunft die Suche nach Daten von einem einzigen Standort aus erleichtern und gleichzeitig weniger sichtbare Datensätze für ein breiteres Publikum zugänglich machen. Ziel von ReIReSearch ist es, zukünftig so viele Daten wie möglich zu integrieren und auf einer einzigen Plattform verfügbar zu machen.

     

    Sammlungen in ReIReSearch

    ReIReSearch enthält Bestände aus den wissenschaftlichen Bibliotheken der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Fondazione per le Scienze Religiose Giovanni XXIII (Fscire), der Katholischen Universität Leuven und der Universität St. Kliment Ohridski in Sofia. Gegenwärtig umfasst ReIReSearch u.a. hebräische Manuskripte aus der Jüdischen Gemeinde Mainz von 1700 bis 1920, mit „mansi digitale“ die Digitalisate von Konzilien verschiedener Kirchen und Epochen, eine Auswahl seltener Bücher und Manuskripte aus der Maurits-Sabbe-Bibliothek Leuven sowie Bücher aus den Bereichen Slawistik und Religion. Aktuell konnte neben der Klerus-Datenbank auch die Ostasien-Sammlung der KU Leuven integriert werden mit Quellen zu Sprache, Kultur und Religion aus China, Japan und Korea. ReIReSearch liefert außerdem Suchergebnisse aus der Datenbank Index Religiosus, die von Brepols Publishers für Nutzer mit abonniertem Zugang zur Verfügung gestellt wird.

     

    Die Datenbank „ReIReSearch“ entstand in Kooperation von KU Leuven – LIBIS und Brepols Publishers mit ihren europäischen Partnern. Sie ist zugänglich unter https://reiresearch.eu.

     

    Weiterführende Links:

    Kritische Edition der Quellen für das wichtigste Dokument des römisch-katholischen Antimodernismus

    Mit der Enzyklika Pascendi dominici gregis von 1907 verordnete Papst Pius X. der römisch‑katholischen Kirche einen Antimodernismus, der in seinen theologischen, politischen und sozialen Auswirkungen mindestens bis hin zum II. Vatikanischen Konzil prägend blieb. Der vorliegende Band klärt erstmals umfassend den Entstehungsprozess von Pascendi, offenbart den Beitrag der verschiedenen geistigen Väter der Enzyklika, ihre Intentionen, Quellen und Feindbilder, und lässt nicht zuletzt den Anteil von Pius X. in neuer Weise hervortreten. Damit wird ein grundlegender Text der Kirchen‑ und Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts für die weitere Forschung kritisch erschlossen. (© Anton Hiersemann Verlag)

    Gerade ist der dritte Band „Lebensbilder aus dem Bistum Mainz“ erschienen. Das Buch enthält zehn Porträts von Persönlichkeiten aus der Geschichte des Bistums Mainz seit dem 18. Jahrhundert. Herausgeber sind der Leiter des Institutes für Mainzer Kirchengeschichte, Professor Dr. Claus Arnold, zusammen mit seinem Mitarbeiter, Dr. Martin Belz.

    ©Bistum Mainz/Blum

     

    Die „Lebensbilder“ sind in der von Dr. Barbara Nichtweiß, Leiterin der Abteilung Publikationen im Bischöflichen Ordinariat, herausgegebenen Reihe „Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz“ erschienen. Die Herausgeber und einige der Autorinnen und Autoren überreichten die Neuerscheinung am Dienstag, 11. Februar, im Mainzer Priesterseminar an den Mainzer Bischof Peter Kohlgraf.

    Weitere Informationen zur Neuerscheinung können Sie auf der Internetseite des Bistums Mainz nachlesen.

    Am DIES LEGENDI 2019 (28.10.2019) des Gutenberg Lehrkollegs (GLK) wurde Dr. Sebastian Holzbrecher mit dem JGU-Lehrpreis 2019 ausgezeichnet.

    DIES LEGENDI 2019 (© Peter Kiefer)
    DIES LEGENDI 2019 (© Peter Kiefer)

    Der DIES LEGENDI bietet Lehrenden ein Forum zum Informations- und Erfahrungsaustausch. In diesem Rahmen werden auch Dozentinnen und Dozenten für ihre herausragende Lehrleistung geehrt. Dieses Jahr konnte Herr Dr. Sebastian Holzbrecher, Abteilung Mittlere und Neuere Kirchengeschichte des Fachbereichs 01, Katholische Theologie, diesen Preis entgegennehmen. Herzlichen Glückwunsch! Wir nehmen seine Auszeichnung zum Anlass um bei ihm nachzufragen, was gute Lehre auszeichnet: "Gute Lehre ist für mich dialogisch. Sie ist das gemeinsame Ringen um Fragen und Probleme. Dabei dürfen trotz der zu ver- mittelnden Details die großen Linien und Zusammenhänge nicht aus dem Blick geraten und vielleicht ist es am Ende sogar wichtiger, entscheidende Fragen zu stellen, als nur Antworten zu präsentieren.“

     

    Die Amerikanischen Reisetagebücher Alexander von Humboldts (1769–1859) gehören zu den wissenschaftlich und reiseliterarisch wichtigsten sowie politisch und gesellschaftlich wirkungsvollsten Dokumenten des 19. Jahrhunderts. Sie beziehen sich auf Humboldts gemeinsam mit dem Franzosen Aimé Bonpland zwischen 1799 und 1804 unternommene fünfjährige Reise durch die amerikanischen Tropen.Welche Bedeutung die Aufzeichnungen von Humboldts aus kirchengeschichtlicher Sicht haben, hebt Herr Prof. em. Johannes Meier in seinem Beitrag Die Kirche des Spanisch-Amerika um 1800 nach den Reiseschilderungen Alexanders von Humboldt eindrucksvoll hervor.

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